lautet die Information unter dem Blognamen. Mit »Textsatz« meine ich Anwendungen, die nicht nach dem WYSIWYG-Prinzip arbeiten, sondern nach dem WYSIWYAF (What You See Is What You Asked For)-Prinzip. Der Autor arbeitet dabei mit Textdateien, in denen er innerhalb eines Textes die zu formatierenden Passagen mit entsprechenden Formatierungsbefehlen auszeichnet. Dieser Text mit Formatvorgaben wird dann mit Hilfe dieser Textsatzprogramme in das gewünschte Dokument umgewandelt. Bekannteste Anwendungen dieser Art dürften TeX oder LaTeX sein, aber es gibt darüber hinaus einige mehr, wie z.B. Lout, Troff, txt2html.
Diese Anwendungen sind nicht nur unter Linux einsetzbar, aber da ich ausschließlich mit Linux arbeite (z.Zt. mit Debian Squeeze), geht es hier nur um den Gebrauch dieser Anwendungen unter Linux.
Erstellt werden die Texte mit den Formatierungsauszeichnungen üblicherweise in einem Texteditor, von denen es für Linuxdistributionen eine ausreichende Auswahl gibt. Für einige dieser Textsatzsysteme gibt es auch speziell entwickelte Editoren; viele der Texteditoren sind dafür erweiterbar.
Mich faszinieren an diesen Textsatzsystemen die Gestaltungsmöglichkeiten und die Qualität der Ergebnisse. Wer z.B. einmal ein mit LaTeX erzeugtes Dokument in der Hand gehalten hat, weiß, was ich meine. Die Zeit für die Einarbeitung in diese Textsatzsysteme ist teils deutlich länger, als die für OpenOfficeWriter. Aber man versteht dann, warum ein fertiges Dokument so aussieht wie es aussieht. Bestimmte Dinge sind auch nur mit dieser Art Textsatzsysteme umsetzbar.
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